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Konfirmation in Pandemiezeiten – ist immer alles schlecht?

Nein, das ist es nicht. Ich habe meine eigene Konfirmation erlebt und die Konfirmation ­meines Sohnes im Jahre 2015 und jetzt die Konfirmation meines jüngsten Sohnes am 9. Mai 2021. Eigentlich sollte diese am 17. Mai 2020 stattfinden.

Zum Glück hatte mein Sohn noch gemeinsamen Konfirmations­unter­richt mit den anderen Konfirmanden/innen und auch die Konfirmationsfreizeit hat noch wie geplant stattgefunden.

Jetzt stand der Termin am 9. Mai 2021 an. Die jungen Erwachsenen wurden für diesen Tag in drei Gruppen eingeteilt. (Da ich die Konfirmationen immer zuhause selbst ausrichte, war ich terminlich und zeitlich flexibel.) Mein Sohn sollte um 9 Uhr im Gottesdienst mit zwei anderen Konfirmanden/innen konfirmiert werden. Er durfte neun Gäste zum Gottesdienst einladen. Das hat er auch getan.

Die Kirche war sehr schön ­geschmückt. Alle Beteiligten haben sich sehr viel Mühe gegeben. Es war ein herrlich sonniger Tag. Die Stimmung unter den wenigen Gästen und Familien ruhig und festlich. Die Konfirmanden/innen standen wirklich im Mittelpunkt. Für jeden Einzelnen blieb ausreichend Zeit und für jeden gab es ­individuelle Worte und Glückwünsche von Nina Stoffels und Nils Euteneuer. Jeder Konfirmand/in  wurde alleine von Pfarrerin Huhn vor der Gemeinde gesegnet. Ich habe das als sehr feierlich erlebt. Begleitet wurde der Gottesdienst von wunderbarer Musik.

Natürlich gab es ein Hygienekonzept und Masken. Die wichtigsten Personen standen im Mittelpunkt und die engsten Familienangehö­rigen und Paten/innen konnten ­dabei sein. Wir sind alle gesund. Die Kirchenglocken läuteten mehrmals an diesem Tag. Es war ein freudiger Anlass. Nicht, wie zu ­anderen Krisenzeiten ein alarmierendes Läuten.

Mein Sohn und ich waren sehr begeistert von diesem Tag und dem sehr feierlichen Gottesdienst. Es gibt also auch positive Erlebnisse in der Pandemie. Möglicher­weise wird dieser Gottesdienst ­sogar in allen Einzelheiten jedem länger im Gedächtnis bleiben.

„Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.“ Römer 8,25

Melanie Putella-Brag


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